GRÜNE LIGA: auch EU-Förderung auf Insektenschutz ausrichten und Abschied von Glyphosat beschleunigen
Berlin, 05.09.2019. Die Bundesregierung beschloss jetzt endlich das lange erwartete Insektenschutzprogram. 100 Millionen Euro werden zum Schutz der bedrohten Artengruppe zur Verfügung gestellt. In dem Programm wird ein Ausstiegsszenario für Glyphosat, das die Nahrung der Insekten beseitigt, bis 2024 festgeschrieben. Außerdem soll der Einsatz von Glyphosat- und biodiversitätschädigenden Insektenbekämpfungsmitteln in Naturschutzgebieten verboten werden.
Am 15. April startete in Brandenburg die Volksinitiative „Artenvielfalt retten – Zukunft sichern!“, getragen von einem breiten Bündnis unter Beteiligung der Grünen Liga Brandenburg. Innerhalb eines Jahres müssen für eine wirksame Volksinitiative mindestens 20.000 Unterschriften gesammelt werden. Bis zum 22. August, lagen schon 50.789 Unterschriften vor! Die Unterzeichner fordern eine deutliche Reduzierung des Einsatzes von Pestiziden und Dünger und ein klares Pestizidverbot in Schutzgebieten.
Berlin, 09.05.2019. Die GRÜNE LIGA fordert nach den aktuellen Recherchen des Nachrichtenmagazins FAKT ein sofortiges Verbot des Einsatzes von Pestiziden in Naturschutzgebieten. „Es ist absolut unverständlich, dass Chemikalien deren Ziel es ist, Leben zu vernichten oder zu behindern gerade auf den Flächen ausgebracht werden, die dem Schutz der Biodiversität sichern sollen“, sagt Tomas Brückmann, Pestizidexperte der GRÜNEN LIGA. „Der Einsatz von Pestiziden ist ein erheblicher Grund für das beobachtete Insektensterben“.
Pestizide werden nach den aktuellen und brisanten Recherchen des Magazins FAKT bundesweit flächendeckend in Naturschutzgebieten des Netzwerkes NATURA 2000 eingesetzt. Das passiert mit der Zustimmung der Naturschutzbehörden der jeweiligen Bundesländer. Jedes dritte Naturschutzgebiet soll vom Pestizideinsatz betroffen sein. In Bayern spritzt man die Agrargifte in allen, in Brandenburg in 184, in Sachsen und Rheinland-Pfalz in je 102 NATURA 2000-Gebieten.
Die Grüne Liga Brandenburg ruft seit em 15. April gemeinsam mit anderen Trägern alle Brandenburgerinnen und Brandenburger zur Unterzeichnung der Volksinitiative „Artenvielfalt retten – Zukunft sichern“ auf.
Die bittere Realität des Artenschwundes der letzten Jahrzehnte ist im Bewusstsein der Gesellschaft angekommen. Schon jetzt hätte die Politik die Chance Landwirten eine naturverträgliche Bewirtschaftung ohne finanzielle Einbußen zu ermöglichen. Jetzt wird es Zeit zu handeln! Daher fordert die VI mit ihrem konkreten Gesetzentwurf verbindliche, wirksame und weitreichende Maßnahmen zur Rettung der Artenvielfalt. So soll der Einsatz von Pestiziden in Naturschutzgebieten und europäischen Schutzgebieten sowie an Gewässerrändern unterbunden werden.
Immer mehr Grünflächen werden zu Baugrund umgewandelt. Damit verschwindet auch der Lebensraum von Vögeln und Insekten. Betroffen sind insbesondere die Bienen, welche Wiesenflächen zum Überleben benötigen. Vom Überleben der Bienen sind wiederum wir Menschen abhängig! Unterschreiben Sie die Petition um dem Verlust natürlicher Grünflächen und dem Artensterben Einhalt zu gebieten!
Zur Petition geht es hier: https://www.openpetition.de/petition/online/rettet-die-bienen-in-sachsen
Weitere Hintergründe unter: http://www.lvz.de/Region/Eilenburg/Online-Petition-Eilenburgerin-will-die-Bienen-retten