Jahrelanger Widerstand hat bereits mehrere Tagebauprojekte in der Lausitz verhindert. Doch trotz "Kohleausstiegsgesetz" sollen noch immer Menschen für Braunkohle umgesiedelt und hunderte Millionen Tonnen Treibhausgase ausgestoßen werden. Das Grundwasser wird durch Tagebaue weiter abgesenkt und verunreinigt. Folgekosten drohen auf die Allgemeinheit abgewälzt zu werden. Wir kämpfen für den Erhalt der Dörfer und ihres Umlandes, gegen Wasserkrise und Klimakatastrophe und für eine nachhaltige Zukunft der Region! Umfangreiche Informationen finden Sie in unserem Internetangebot zur Lausitzer Braunkohle.
Gerade hat der „Copernicus-Bericht“ (Europäischer Klimazustandsbericht) festgestellt, dass sich Europa schneller als alle anderen Kontinente erwärmt und massiv unter Dürren und Waldbränden leidet.
Doch der Kohlekonzern LEAG möchte den Klimaschutz lieber zurückdrehen: Wie die Wirtschaftswoche am 24. April aufdeckte, arbeitet die LEAG „hinter den Kulissen an einer Umkehr der Energiewende, wirbt für Braunkohle „made in Germany““. Der Zeitung liegt eine vertrauliche Präsentation der LEAG-Chefetage vor, mit der diese die Landespolitik in Sachsen und Brandenburg beeinflussen will. Der Plan ist, dass die Braunkohle „von der Verpflichtung zur Zahlung von CO₂-Kosten ausgenommen“ werden soll – ein Frontalangriff auf jeden gesetzlich verankerten Klimaschutz.
Am 12. März 2026 um 19 Uhr lädt das Umweltnetzwerk GRÜNE LIGA zur Filmdokumentation „Lacoma – der Kohle im Weg“ ins ACUDKino in der Veteranenstraße 21 ein. Im Anschluss an den Film kann das Publikum mit Zeitzeug*innen und dem Autor des Films ins Gespräch kommen.
Von Cottbus bis ins Wendland ist die Doku über den Kohlewiderstand in Lacoma (Lausitz) bei zahlreichen Veranstaltungen seit ihrer Premiere im März 2025 zu sehen gewesen. Im Herbst letzten Jahres haben wir den Film erstmalig nach Berlin geholt. Aufgrund der hohen Nachfrage zeigen wir ihn nun erneut - diesmal im Rahmen der Langen Nacht des Naturschutzes des 38. Deutschen Naturschutztages (DNT).
Trailer: Lacoma - Der Kohle im Weg
Am 2. Januar diesen Jahres wurde unser Wald für den Tagebau Nochten zerstört. Das Sächsische Oberverwaltungsgericht hatte den Eilantrag der Eigentümer*innen abgelehnt und sich mit einer Begründung bis zum 22. Dezember 2025 Zeit gelassen.
Seit 2020 hatte unsere Bundeskontaktstelle Braunkohle den Wald gepachtet und hier einen einmaligen Veranstaltungsort geschaffen. Die enteignete Familie, die den Wald standhaft nicht verkauft hat, hat nun am 22. Januar 2026 Verfassungsbeschwerde eingereicht, um das Vorgehen von LEAG, Oberbergamt und Oberverwaltungsgericht überprüfen zu lassen.
Cottbus/Atterwasch, 04.02.2026. Das Umweltnetzwerk GRÜNE LIGA und Bewohner*innen der ehemals vom Tagebau Jänschwalde bedrohten Dörfer nehmen die für morgen angekündigte Sprengung der Förderbrücke des Tagebaues mit Erleichterung zur Kenntnis.
„Erst mit der Sprengung der Förderbrücke sind unsere Dörfer nun definitiv sicher und nicht mehr von der Einhaltung der Zusagen aus Politik oder Unternehmen abhängig. Das ist für uns eine Erleichterung. Gleichzeitig werden wir noch für Jahrzehnte unter Folgen des Tagebaues Jänschwalde leiden.“ sagt Monika Schulz-Höpfner aus Atterwasch, ehemaliges Mitglied des Landtages Brandenburg (CDU).