Jahrelanger Widerstand hat bereits mehrere Tagebauprojekte in der Lausitz verhindert. Doch trotz "Kohleausstiegsgesetz" sollen noch immer Menschen für Braunkohle umgesiedelt und hunderte Millionen Tonnen Treibhausgase ausgestoßen werden. Das Grundwasser wird durch Tagebaue weiter abgesenkt und verunreinigt. Folgekosten drohen auf die Allgemeinheit abgewälzt zu werden. Wir kämpfen für den Erhalt der Dörfer und ihres Umlandes, gegen Wasserkrise und Klimakatastrophe und für eine nachhaltige Zukunft der Region! Umfangreiche Informationen finden Sie in unserem Internetangebot zur Lausitzer Braunkohle.
Cottbus/Atterwasch, 04.02.2026. Das Umweltnetzwerk GRÜNE LIGA und Bewohner*innen der ehemals vom Tagebau Jänschwalde bedrohten Dörfer nehmen die für morgen angekündigte Sprengung der Förderbrücke des Tagebaues mit Erleichterung zur Kenntnis.
„Erst mit der Sprengung der Förderbrücke sind unsere Dörfer nun definitiv sicher und nicht mehr von der Einhaltung der Zusagen aus Politik oder Unternehmen abhängig. Das ist für uns eine Erleichterung. Gleichzeitig werden wir noch für Jahrzehnte unter Folgen des Tagebaues Jänschwalde leiden.“ sagt Monika Schulz-Höpfner aus Atterwasch, ehemaliges Mitglied des Landtages Brandenburg (CDU).
Cottbus/Welzow, 23.01.2026. Das Umweltnetzwerk GRÜNE LIGA bezeichnet die vom Kohlekonzern LEAG verkündete Verkleinerung des Tagebaues Welzow-Süd als überfällig und fordert für ein klimagerechtes Auslaufen des Braunkohleabbaus entsprechende Änderungen auch beim Tagebau Nochten in Sachsen.
„Die Unwirtschaftlichkeit des „Restfeldes“ in Welzow war seit Jahren offensichtlich. Die LEAG hat hier die betroffenen Anwohner über Jahre hingehalten und die nötige Änderung des Braunkohlenplans bewusst verzögert.“ sagt René Schuster, Vertreter der Umweltverbände im Braunkohlenausschuss des Landes Brandenburg.
Karlsruhe/Rohne, 30.12.2025. Das Bundesverfassungsgericht hat heute mitgeteilt, dass es die Enteignung und Rodung eines Waldes für den Braunkohlentagebau Nochten (Landkreis Görlitz, Sachsen) nicht mit einer einstweilige Anordnung stoppen wird. Über die Verfassungsbeschwerde selbst wird das Gericht später entscheiden und so die Rechtmäßigkeit der Enteignung überprüfen. Der Kohlekonzern LEAG hat die Fällung des Waldes für 2. Januar 2026 angekündigt.
Am 30. Oktober 2024 beschloss das Sächsische Oberbergamt die Enteignung des von der Umweltgruppe Cottbus gepachteten Waldes für den Tagebau Nochten. Am 1. Januar 2026 soll er zerstört werden – wenn Gerichte das nicht kippen. Unterstützt von vielen Spenden reichten die Grundeigentümer*innen Klage und im Februar 2025 auch einen Eilantrag beim Oberverwaltungsgericht Bautzen ein. Das Gericht entschied erst am 10. Dezember zugunsten des Tagebaues. Die Gründe will es noch nachliefern. Die Grundeigentümer*innen kündigten umgehend Verfassungsbeschwerde an. Auch weil sie ein Vorhaben nicht als Gemeinwohl anerkennen können, das die Erreichung der Klimaschutzziele unmöglich macht.