Tagung Bedarf an Naturgips in Deutschland
Am 27.11.2020 laden wir zu einem transparenten Diskussionsprozess über die Notwendigkeit, Machbarkeit und Umweltverträglichkeit der Gipsgewinnung ein
Gesteinsabbau
Wir vernetzen Initiativen gegen den Raubbau an oberflächennahen Rohstoffen
Braunkohle
Wir kämpfen für den rechtzeitigen Ausstieg und ein Verbot neuer Tagebaue
FlussFilmFeste
Acht Filmfeste für den Gewässerschutz (Shakawe, Botswana von W. Uys)
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Bienen und Bauern retten!
Europäische Bürgerinitiative gestartet

Exkurs: Internationale Pestizidpolitik

Auf dieser Seite möchten wir den Blick für den Fokus des Einsatzes von Pestiziden auf die internationale Ebene lenken. Wir wollen über gute Beispiele des Verzichtes der Nutzung von Ackergiften in einigen Staaten  informieren ebenso wie auch über den gefährlichen, verboten und unerlaubten  Einsatz. Häufig werden  Agrochemikalien, die bei uns verboten sind,  in anderen Ländern eingesetzt, nicht selten werden sie von deutschen Firmen produziert.

Zusammenarbeit der FAO mit Pestizidindustrie sorgt für Empörung

Die geplante Zusammenarbeit der UN-Ernährungsagentur mit CropLife hat zu viel Kritik und weltweitem Gegenwind von Wissenschaftler*innen und der Zivilgesellschaft geführt. Über 350 Orginasationen der Zivilgesellschaft, Landwirtschaftsorganisationen, kirchliche Einrichtungen und Menschenrechtsorganisationen aus 63 Ländern haben sich zusammengeschlossen und einen Brief an den Generaldirektor der FAO überreicht, in dem sie die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen dazu aufruft eine formelle Partnerschaft mit CropLife International nicht weiter zu vertiefen.

https://pan-germany.org/pestizide/welle-der-empoerung-ueber-plaene-der-fao-zur-zusammenarbeit-mit-der-pestizidindustrie/

Video von PowerShift zum Thema "EU-Mercosur-Abkommen und Pestizidexport"

Das EU-Mercosur-Abkommen hat auch Einfluss auf den Export von Pestiziden, die in der EU nicht erlaubt sind, jedoch für den Export in andere Länder zulässig sind. Durch die wegfallenden Zölle werden diese giftigen Pestizide günstiger. Davon profitieren vor allem Hersteller in Deutschland. Den Preis zahlen jedoch Menschen, Umwelt und Tiere der Mercosur Ländern, die der Vergiftung durch die Pestizide direkt ausgesetzt sind.

https://invidious.snopyta.org/watch?v=-NnmVJvPdJo

 

Syngenta exportiert verbotene Pestizide nach Indien

Hunderte indische Baumwollanbauer*innen haben gesundheitliche Probleme durch ein Pestizid, dass der Schweizer Hersteller Syngenta exportiert. Dies ist in der EU und in der Schweiz verboten. 51 betroffene Familien reichen jetzt Klage ein.

http://39du.r.mailjet.com/nl2/8rg6/5rm5h.html?m=ANEAAH_5Lv4AAchlZFIAAABbJYoAAAAAPRwAABG2AAt5nABfZF-98vk_pA20TxmU6CKB_PLQ4QALjkA&b=1f194254&e=70cf1dc6&x=WjFjNnKzn_2QT3VkwYQAsRZ8U6BSk0nD3kX1aPbVvDw

 

10 Prozent aller Pestizide in der EU sind gefälscht oder illegal

Die EU-Kommission legte im Mai 2020 einen besorgniserregenden Bericht vor: 10 Prozent der Pestizide auf dem EU-Markt sind gefälscht oder illegal.

https://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=COM:2020:0208:FIN:DE:PDF

 

Rekordzulassungen an Pestiziden unter ultrarechtem Präsidenten Bolsonaro

In Brasilien sind zwischen 2018 und 2019 rund 680 neue Pestizide zugelassen worden. In ihnen sind über 30 Wirkstoffe enthalten, die in der EU wegen Gefährdung für Mensch und Umwelt verboten sind. So wurde zum Beispiel das systemische Pestizid Fipronil zugelassen. 500 Millionen Bienen sollen durch den Einsatz dieses Wirkstoffs Anfang 2019 in nur drei Monaten getötet worden sein.

https://netzfrauen.org/2019/05/30/bees-4/

 

Mals steiniger Weg zur Pestizidfreiheit

Die Südtiroler Gemeinde Mals hat vor fünf Jahren entschieden, dass sie in Zukunft ohne Pestizide wirtschaften möchte. Doch ihr werden seitens der Behörden viele Steine in den Weg gelegt.

http://www.umweltinstitut.org/aktuelle-meldungen/meldungen/2019/pestizide/mals-freispruch-fuer-den-buergermeister.html

 

Französische Initiative sammelt über 1 Millionen Unterschriften gegen Pestizide

In Frankreich fordert die Bewegung „Nous voulons des Coquelicots (Wir wollen, dass es Mohnblumen gibt!)“ ein Verbot der synthetischen Pestizide. Sie haben schon 750.000 Unterschriften für ihr Manifest zum Verbot der Pestizide gesammelt. Hunderte lokale Gruppen demonstrieren monatlich vor ihren Rathäusern und konnten sogar lokale Pestizidverbote erreichen.

https://nousvoulonsdescoquelicots.org/traductions/appell-fur-ein-verbot-der-synthetischen-pestizide/

 

Frankreich verbietet Pestizde in öffentlichen Grün- und Sportanlagen

In Frankreich ist seit 2019 in öffentlichen Grün- und Sportanlagen der Gebrauch von Pestiziden verboten.   Auch Schadorganismen werden nun mit biologischen Methoden bekämpft. Ebenso ist der Verkauf von Pestiziden an private Nutzer verboten.

https://www.deutschlandfunk.de/oekologie-frankreich-will-pestizide-aus-oeffentlichen-parks.697.de.html?dram:article_id=389109

 

Hochgefährliche Pestizide international verbieten

Das Zentrum für Entwicklung und Umwelt der Universität Bern veröffentlichte einen Politikbrief, der Wege zur Einschränkung des Gebrauchs gefährlicher Pestizde beschreibt (HHP)

https://www.cde.unibe.ch/research/products/policy_briefs/making_food_systems_safer_time_to_curb_use_of_highly_hazardous_pesticides/index_eng.html

 

Pestizidindustrie verdient Milliarden mit hochgefährlichen Pestiziden
Internationale Pestizdfirmen, so auch Bayer, Syngenta und die BASF, verdienten 2018 über 4,3 Mrd.- US Dollar mit dem Verkauf von hochgefährlichen Pestizden (HHP). Zu dem Ergebnis kam nach Berichten des Guardian eine Studie von Greenpeace UK und der Schweizer NGO Public eyes.
https://www.theguardian.com/environment/2020/feb/20/firms-making-billions-from-highly-hazardous-pesticides-analysis-finds?CMP=share_btn_tw

Exkurs: Glyphosat

Glyphosat ist der Wirkstoff des in Europa meist verkauften Breitbandherbizids (Pflanzenvernichtungsmittels). Er wird heute flächendeckend und in großen Mengen in der Landwirtschaft eingesetzt. So zum Beispiel bei der pfluglosen Bodenbearbeitung. Diese wird in vielen Bundesländern sogar über die Agrar-Umweltmaßnahmen gefördert. Aber auch im mehr Winzer nutzen Glyphosat. Besonders bedenklich ist der Einsatz im Kleingarten.

Ein üblicher Missbrauch von Glyphosat stellt nach Meinung der Umweltverbände die Erntevorbereitung (Sikkation) bei Kartoffeln, Mais und anderem Getreide dar. Das vorhandene Restgrün im Erntegut wird mit dem Gift abgetötet. Es ist dann in den daraus hergestellten Lebensmitteln nachweisbar.

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Exkurs: Pestizide in der Landwirtschaft - Glyphosat und Co. töten unsere Vogelwelt

Der Umweltverband GRÜNE LIGA fordert von der Bundesregierung Sofortmaßnahmen gegen den gestiegenen Einsatz von Pestiziden und den dadurch verursachten drastischen Rückgang der Insekten- und Vogelvorkommen.

„Auf Deutschlands Äckern ist in diesem Frühling vielerorts kein Vogel mehr singend zu hören. Die Fiktion eines stillen Frühlings wurde damit Realität! Kiebitz, Rebhuhn und Haubenlerche haben in den letzten 30 Jahren über 90 Prozent ihrer Brutbestände eingebüßt. Der ländliche Raum Deutschlands ist nach Aussagen der Bundesregierung von einem Artensterben ungeahnten Ausmaßes betroffen“, erklärt Tomas Brückmann, vom Bundesverband der GRÜNEN LIGA. „Als Gründe für dieses Exodus wird der Nahrungsmangel auf den Feldern durch Lebensraumverluste und flächendeckenden Pestizideinsatz benannt“, ergänzt der Naturschützer. „Die GRÜNE LIGA fordert eine schnelle Intervention der Bundesregierung mit Einleitung von Gegenmaßnahmen zum Schutz unserer Vogelwelt. Unsere Landwirtschaft muss endlich artenschutzfreundlicher werden. Die EU-Agrarpolitik muss sich ändern. Dazu ist eine radikale Reduktion des Pestizideinsatzes notwendig. Der flächendeckende Einsatz von Glyphosat und Insektiziden tötet unsere Vögel“, erklärt Brückmann.

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Exkurs: Gewässerbelastung durch Pestizide

Landtagsfraktionen in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen testeten in enger Zusammenarbeit mit Umweltverbänden in den letzten Jahren Feldsölle und andere Kleingewässer, die ein direktes Bindeglied zwischen Acker und Fließgewässer darstellen, auf Pestizide. In über 80 Prozent der Proben wurden Pestizidrückstände nachgewiesen. Die Ergebnisse dieser Kleingewässertests sind über die GRÜNE LIGA abrufbar.

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