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Krank durch Pestizide - Neues Faltblatt informiert über Handlungsmöglichkeiten

Was tun, wenn man als Berufstätiger in der Landwirtschaft durch die Arbeit mit Pestiziden erkrankt? Kann man sich dies als Berufskrankheit anerkennen lassen? Was sind die Vorteile der Anerkennung als Berufskrankheit?

Antworten auf diese und viele weitere Fragen liefert PAN Germany in ihrem neuen Infoblatt.

https://pan-germany.org/pestizide/krank-durch-pestizide-was-tun/

Export hochgefährlicher Pestizide

Deutsche Pestizidhersteller wie die BASF und Bayer CropScience exportieren Pestizide ins Ausland, deren Verkauf in Deutschland streng verboten ist. Zudem lassen sie diese Pestizide von Tochterunternehmen im Ausland produzieren. Die GRÜNE LIGA fordert ein Exportverbot für diese hochgefährlichen Pestizide.

Das Pestizit Aktions-Netzwerk e.V. (PAN) informiert in diesem Artikel ausführlich über eine Fallstudie des Freiburger Öko-Instituts zum Pestizidexport der Konzerne Bayer und BASF.

https://pan-germany.org/pestizide/pestizidhersteller-und-menschenrechte/

 

Bayertochter Monsanto muss 290 Mllionen Dollar Schadenersatz bezahlen

Ein Hausmeister, der über Jahre Glyphosat genutzt hat, ist an Krebs erkrankt. Ein Schwurgericht in San Fransico (USA) verurteilte jetzt die Bayer-Tochter Monsanto Anfang August zu einer Schadensersatzzahlung von 290 Millionen Dollar. Die Begründung: Monsanto hat nicht auf seinen Produktverpackungen von Roundup® auf die Krebsgefahren hingewiesen.

Ein interessanter Dokumentarfilm rund um den Skandal und Prozess von Roundup® mit dem Titel "Roundup, der Prozess" ist auf arte.tv zu sehen. https://www.arte.tv/de/videos/069081-000-A/roundup-der-prozess/

Exkurs: Neonikotinoide

Neonikotinoide gehören zu einer neuen Stoffklasse von Nervengiften. Sie werden in der Landwirtschaft, aber auch im Garten gegen Insekten eingesetzt werden. Diese Pestizide sind außergewöhnlich giftig und nur langsam abbaubar. Kleinste Dosen genügen bereits, um Insekten zu töten. Ihr Einsatz erfolgt in Deutschland flächendeckend. Neonikotinoide werden nicht nur direkt auf das Feld gespritzt, sondern auch zum Beizen des Saatgutes verwendet.

Neonikotinoide töten die Nahrung vieler Singvogelarten. Da beschreibt der holländische Toxikologe Henk Tennekes schon seit 2011 in seinem Buch „The systemic insecticids. A disaster in the Making“.

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Exkurs: Internationale Pestizidpolitik

Auf dieser Seite möchten wir den Blick für den Fokus des Einsatzes von Pestiziden auf die internationale Ebene lenken. Wir wollen über gute Beispiele des Verzichtes der Nutzung von Ackergiften in einigen Staaten informieren ebenso wie auch über den gefährlichen, verboten und unerlaubten  Einsatz. Häufig werden Agrochemikalien, die bei uns verboten sind, in anderen Ländern eingesetzt, nicht selten werden sie von deutschen Firmen produziert.

 

Initiative für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide

Mit der Forderung nach einem konsequenten Anwendungsverbot für synthetische Pestizide will die Initiative die Schweizer Landwirtschaft schützen und durch die Einbeziehung der Importe in das Vebot für mehr Gleichberechtigung sorgen.

Die Inititative sieht eine Übergangszeit von zehn Jahren vor. Diese zehn Jahre können politisch zur Überarbeitung des Landwirtschafts- und Ernährungssystems und zur Anpassung der relevanten Gesetzgebungen genutzt werden und zeitgleich kann die Forschung eine Landwirtschaft entwickeln, die mehr Rücksicht auf die Biodiversität und die Gesundheit nimmt.

Die Hauptargumente der Initiative sind: Ökologische Landwirtschaft, Gesunde Lebensmittel für alle, Artenvielfalt und Biodiversität, Sauberes Trink- und Grundwasser, 10-jährige Übergangsfrist

https://lebenstattgift.ch/initiative/

 

EU will Pestizidinsatz drastisch reduzieren

Die Europäische Kommission will den Einsatz von Pestiziden bis 2030 um 50 Prozent verringern. Eine Studie des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) im Auftrag eines breiten Bündnisses zeigt, wie sich mit einer Pestizid-Abgabe dieses Ziel in Deutschland erreichen lässt.

Die Autoren der Studie untersuchten, wie eine Abgabe auf Pestizide zu konzipieren ist, die den Absatz an Pestiziden und die damit behandelbare Fläche in Deutschland halbiert. Hierfür haben die Wissenschaftler den Pestizideinsatz in Deutschland und Dänemark genauer analysiert und ein Datenbankmodell entwickelt. Damit simulierten sie für verschiedene Abgabenkonzepte die Effekte auf Preise, Absatzmengen und die behandelbare Fläche sowie das Aufkommen.

"Ein Dutzend NGOs im Bündnis mit der GLS Bank unterstützen eine Pestizid-Abgabe - weil der aktuelle Pestizideinsatz die Biodiversität gefährdet und zu hohen Schäden führt. Die Studie zeigt, dass mit einer Pestizid-Abgabe eine effektive Reduzierung der ausgebrachten Menge möglich ist. Die Gelder aus der Abgabe sollten für den ökologischen Umbau an die Landwirtschaft zurückfließen", sagt GLS Bank-Vorstandssprecher Thomas Jorberg.

Die vollständige Studie finden Sie unter gls.de/pestizidabgabe

 

Organisationen werden zu Solidaritätserklärung an Valérie Murat aufgerufen

Die französische Aktivistin Valérie Murat ist dem typischen “SLAPP (strategic lawsuit against public participation)“, also der „strategische Klage gegen die Beteiligung der Öffentlichkeit“ ausgesetzt. Sie hatte sich mit der Pestizidbelastung der Weine in der französischen Bordelais Region befasst und zusammen mit ihrer Stiftung erschreckende Ergebnisse veröffentlicht. Im laufenden Prozess wurde sie zu 100.000 Euro Schadensersatz verurteilt.

Mehr Informationen: siehe: Pestizide im Bordeaux: Umweltschützerin vor Gericht (unten)

Journalist*innen, Akademiker*innen, Aktivist*innen und Interessent*innen werden durch und während dieser Prozessese eingeschüchtert, aus Angst vor Beschwerden, die das öffentlichem Interesse wecken. Diese Strategie setzt Betroffene zusätzlich unter Druck. Um Solidarität und Unterstützung zu symbolisieren, werden Organisation dazu aufgerufen eine gemeinsame Stellungnahme zu unterzeichnen.

 

Pestizide im Bordeaux: Umweltschützerin vor Gericht

Die französische Aktivistin Valérie Murat wurde vom Branchenverband für Bordeaux-Weine (Conseil Interprofessionnel du Vin de Bordeaux, kurz CIVB) auf insgesamt rund 450.000 Euro verklagt, weil sie mit ihrer Initiative („Alerte Aux Toxiques“) den Nachweis an Rückständen von Pestiziden in Weinen veröffentlicht hat. Die Weine sind mit einem Label für besonders umweltfreundlichen Anbau (Haute Valeur Environnementale) ausgezeichnet, welches allerdings nichts mit Bio-Landwirtschaft nach dem europäischen Recht zu tun hat. Valérie Murat wird vorgeworfen, dass es sich bei der Veröffentlichung um Verunglimpfung handele.

Das Umweltinstitut München schreibt dazu: „Der Einsatz von giftigen Pestiziden im konventionellen Weinbau ist ein Teil der Realität. Die Realität lässt sich nicht verstecken und die Wahrheit auszusprechen, ist kein Verbrechen.“

http://www.umweltinstitut.org/aktuelle-meldungen/meldungen/2020/pestizidtirol/pestizide-im-bordeaux-umweltschuetzerin-vor-gericht.html?utm_source=CleverReach&utm_medium=email&utm_campaign=Newsletter+-+07.01.2021_SLAPP+Frankreich_oIa&utm_content=Mailing_7647648

 

Zusammenarbeit der FAO mit Pestizidindustrie sorgt für Empörung

Die geplante Zusammenarbeit der UN-Ernährungsagentur mit CropLife hat zu viel Kritik und weltweitem Gegenwind von Wissenschaftler*innen und der Zivilgesellschaft geführt. Über 350 Orginasationen der Zivilgesellschaft, Landwirtschaftsorganisationen, kirchliche Einrichtungen und Menschenrechtsorganisationen aus 63 Ländern haben sich zusammengeschlossen und einen Brief an den Generaldirektor der FAO überreicht, in dem sie die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen dazu aufruft eine formelle Partnerschaft mit CropLife International nicht weiter zu vertiefen.

https://pan-germany.org/pestizide/welle-der-empoerung-ueber-plaene-der-fao-zur-zusammenarbeit-mit-der-pestizidindustrie/

 

Video von PowerShift zum Thema "EU-Mercosur-Abkommen und Pestizidexport"

Das EU-Mercosur-Abkommen hat auch Einfluss auf den Export von Pestiziden, die in der EU nicht erlaubt sind, jedoch für den Export in andere Länder zulässig sind. Durch die wegfallenden Zölle werden diese giftigen Pestizide günstiger. Davon profitieren vor allem Hersteller in Deutschland. Den Preis zahlen jedoch Menschen, Umwelt und Tiere der Mercosur Ländern, die der Vergiftung durch die Pestizide direkt ausgesetzt sind.

https://invidious.snopyta.org/watch?v=-NnmVJvPdJo

 

Syngenta exportiert verbotene Pestizide nach Indien

Hunderte indische Baumwollanbauer*innen haben gesundheitliche Probleme durch ein Pestizid, dass der Schweizer Hersteller Syngenta exportiert. Dies ist in der EU und in der Schweiz verboten. 51 betroffene Familien reichen jetzt Klage ein.

http://39du.r.mailjet.com/nl2/8rg6/5rm5h.html?m=ANEAAH_5Lv4AAchlZFIAAABbJYoAAAAAPRwAABG2AAt5nABfZF-98vk_pA20TxmU6CKB_PLQ4QALjkA&b=1f194254&e=70cf1dc6&x=WjFjNnKzn_2QT3VkwYQAsRZ8U6BSk0nD3kX1aPbVvDw

 

10 Prozent aller Pestizide in der EU sind gefälscht oder illegal

Die EU-Kommission legte im Mai 2020 einen besorgniserregenden Bericht vor: 10 Prozent der Pestizide auf dem EU-Markt sind gefälscht oder illegal.

https://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=COM:2020:0208:FIN:DE:PDF

 

Rekordzulassungen an Pestiziden unter ultrarechtem Präsidenten Bolsonaro

In Brasilien sind zwischen 2018 und 2019 rund 680 neue Pestizide zugelassen worden. In ihnen sind über 30 Wirkstoffe enthalten, die in der EU wegen Gefährdung für Mensch und Umwelt verboten sind. So wurde zum Beispiel das systemische Pestizid Fipronil zugelassen. 500 Millionen Bienen sollen durch den Einsatz dieses Wirkstoffs Anfang 2019 in nur drei Monaten getötet worden sein.

https://netzfrauen.org/2019/05/30/bees-4/

 

Mals steiniger Weg zur Pestizidfreiheit

Die Südtiroler Gemeinde Mals hat vor fünf Jahren entschieden, dass sie in Zukunft ohne Pestizide wirtschaften möchte. Doch ihr werden seitens der Behörden viele Steine in den Weg gelegt.

http://www.umweltinstitut.org/aktuelle-meldungen/meldungen/2019/pestizide/mals-freispruch-fuer-den-buergermeister.html

 

Französische Initiative sammelt über 1 Millionen Unterschriften gegen Pestizide

In Frankreich fordert die Bewegung „Nous voulons des Coquelicots (Wir wollen, dass es Mohnblumen gibt!)“ ein Verbot der synthetischen Pestizide. Sie haben schon 750.000 Unterschriften für ihr Manifest zum Verbot der Pestizide gesammelt. Hunderte lokale Gruppen demonstrieren monatlich vor ihren Rathäusern und konnten sogar lokale Pestizidverbote erreichen.

https://nousvoulonsdescoquelicots.org/traductions/appell-fur-ein-verbot-der-synthetischen-pestizide/

 

Frankreich verbietet Pestizde in öffentlichen Grün- und Sportanlagen

In Frankreich ist seit 2019 in öffentlichen Grün- und Sportanlagen der Gebrauch von Pestiziden verboten.   Auch Schadorganismen werden nun mit biologischen Methoden bekämpft. Ebenso ist der Verkauf von Pestiziden an private Nutzer verboten.

https://www.deutschlandfunk.de/oekologie-frankreich-will-pestizide-aus-oeffentlichen-parks.697.de.html?dram:article_id=389109

 

Hochgefährliche Pestizide international verbieten

Das Zentrum für Entwicklung und Umwelt der Universität Bern veröffentlichte einen Politikbrief, der Wege zur Einschränkung des Gebrauchs gefährlicher Pestizde beschreibt (HHP)

https://www.cde.unibe.ch/research/products/policy_briefs/making_food_systems_safer_time_to_curb_use_of_highly_hazardous_pesticides/index_eng.html

 

Pestizidindustrie verdient Milliarden mit hochgefährlichen Pestiziden
Internationale Pestizdfirmen, so auch Bayer, Syngenta und die BASF, verdienten 2018 über 4,3 Mrd.- US Dollar mit dem Verkauf von hochgefährlichen Pestizden (HHP). Zu dem Ergebnis kam nach Berichten des Guardian eine Studie von Greenpeace UK und der Schweizer NGO Public eyes.
https://www.theguardian.com/environment/2020/feb/20/firms-making-billions-from-highly-hazardous-pesticides-analysis-finds?CMP=share_btn_tw

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