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Sieg für die Bienen – Gefährliche Insektengifte bleiben verboten GRÜNE LIGA fordert: Keine Notfallzulassungen für Neonikotionoide mehr erteilen

blumen mit sperre. quelle ideengruen_de„Die GRÜNE LIGA begrüßt außerordentlich die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes (EuGH), das Verbot zwei der bienengefährlichsten Neonikotinoide für das Freiland aufrechtzuerhalten. Damit wurde die Klage der Hersteller abgewiesen“, so Tomas Brückmann, Pestizidexperte der GRÜNEN LIGA. „Das EuGH hat  damit einen wesentlichen Schritt zu einem europaweiten, wirksamen Insektenschutz getan. Neonikotinoide haben einen wesentlichen Anteil am Insektensterben“, ergänzt der Biologe: Die GRÜNE LIGA fordert Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU)  auf, die nationale Pestizidgenehmigungsbehörde (BVL) anzuweisen, ab sofort keine Ausnahmegenehmigungen für den Einsatz der für das Freiland verbotenen Neonikotinoiden mehr zu erteilen“, erklärt Brückmann heute gegenüber Medienvertretern.

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Giftigkeit von Pestiziden hat erheblich zugenommen

Pestizide Foto Universitt Koblenz Landau Renja BereswillWissenschaftler*innen der Universität Koblenz-Landau haben nachgewiesen, dass die in der Landwirtschaft ausgebrachte Giftigkeit von Pflanzenschutzmitteln (Pestizide) für Pflanzen und Insekten erheblich zugenommen hat. In einem Artikel in der aktuellen Ausgabe der amerikanischen Fachzeitschrift Science zeigen die Autoren außerdem, dass dieser Anstieg auch bei genetisch veränderten Nutzpflanzen zutrifft, die eigentlich die Pestizidbelastung für die Umwelt reduzieren sollten. Das teilt die Universität Koblenz-Landau mit.

"Wir haben umfangreiche Daten über die Anwendung von Pestiziden in den USA ausgewertet, die eingesetzten Pestizidmengen in Bezug zu ihrer Giftigkeit gesetzt und somit eine ‚ausgebrachte Toxizität‘ berechnet“, sagt Umweltwissenschaftler Prof. Dr. Ralf Schulz, Hauptautor der Studie aus Landau. „Dadurch erhalten wir einen ganz neuen Blick auf die möglichen Risiken für Umwelt und Biodiversität, die von der Ausbringung von Pestiziden ausgehen.“

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Bundesregierung nicht bereit das Artensterben in der Agrarlandschaft zu stoppen

GRÜNE LIGA: Bundeslandwirtschaftsministerin legt den Bundesländern völlig unzureichende Entwürfe für künftige Agrarpolitik vor

Credit: ideengrün | markus pichlmaier„Die von der Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) geplante nationale Umsetzung der EU-Agrarpolitik ist nicht mit den Zielen der EU-Artenschutz und Klimapolitik zu vereinbaren“, so Tomas Brückmann, Pestizidexperte der GRÜNEN LIGA.  Mit den vorgelegten Gesetzen zu den Milliarden schweren Subventionen sind die ambitionierten Vorhaben des europäischen Green Deals nicht erreichbar. Ebenso wird so das Artensterben in der Agrarlandschaft ungebremst weitergehen. Die Ministerin riskiert zudem einen Konflikt mit der EU“, ergänzt Brückmann. „Ich hoffe, die Bundesländer werden diesen Vorschlag nicht mittragen. Die GRÜNE LIGA fordert mehr Geld für Umwelt- und Klimaschutz in Landwirtschaft einzuplanen“.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BML) stellt heute auf einer Sonder-Agrarministerkonferenz (AMK) die deutschen Gesetzesentwürfe zur gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) vor.  Die Rechtsgrundlagen für die Agrarförderung von 2023-2027 fehlen derzeit noch, da der Trilog zwischen dem EU-Agrarrat, der EU-Kommission und dem Europäischem Parlament noch nicht abgeschlossen sind  Die Bundesländer sollen den Vorschlägen des Bundes zustimmen.

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Anklage wegen Kritik an Pestizideinsatz, Süd-Tirol

All logosKarl Bär (Umweltinstitut), Alexander Schiebel (Autor, Filmemacher, "Das Wunder von Mals") und Jacob Radlof (Geschftsführer, oekom Verlag) sind auf Grund ihrer starken Kritik an dem hohen Pestizideinsatz der Bäuer*innen in Süd-Tirol angeklagt. Mögliche Haft- und Geldstrafen, sowie Schadensersatzforderungen in Millionenhöhe, könnten mögliche Konsequenz sein.

***Aktuelle Informationen, 02.12.2020***
Der Prozess gegen Karl Bär wurde nun ein weiteres Mal verschoben auf den 14. Januar 2021. Bei dem neuen Termin weist einiges darauf hin, dass die Anzeigen nun endlich zurückgenommen werden. Zuvor hatte sich bereits ein Teilerfolg im Südtiroler Pestizidprozess erzielen lassen: Der Prozess gegen den Verleger des oekom Verlags und andere Mitglieder des Umweltinstituts wurde eingestellt.

 

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