Die GRÜNE LIGA und 34 weitere Umwelt- und Naturschutzorganisationen rufen Bund und Länder dazu auf, die seit August 2024 geltende EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur (WVO) entschlossen umzusetzen. Diese Verordnung wurde über Jahre hinweg demokratisch verhandelt und soll helfen, zerstörte Naturflächen wie Wälder, Moore und Flüsse wiederherzustellen.
Einige politische Akteur*innen versuchen derzeit, die Umsetzung zu blockieren. Das halten wir für verantwortungslos, denn die Folgen von Naturzerstörung und Klimakrise bedrohen unsere Gesundheit, unsere Umwelt und auch die Landwirtschaft.
Im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe zu 35 Jahren GRÜNE LIGA diskutieren Rebekka Schwarzbach, Klaus Schlüter und Peter Wensierski generationenübergreifend über die Umweltbewegung in Ostdeutschland. Die Veranstaltung findet nächsten Donnerstag, 26. Juni 2025 ab 19 Uhr in der Aula des Museum Pankow in der Prenzlauer Allee 227/228 statt und wird von Arthur Haus moderiert.
„Umweltgruppen hatten einen relevanten Anteil an der friedlichen Revolution“, sagte Steffi Lemke, damals noch Bundesumweltministerin, zum 35-jährigen Mauerfall-Jubiläum im November 2024. Wie konnten diese Gruppen trotz massiver Einschränkungen Druck aufbauen und warum scheint dies heute immer schwieriger zu werden? Die Umweltbewegung wird gerade in Ostdeutschland oft in eine defensive Position genötigt.
Diesen Sonntag feiert das Umweltfestival auf der Straße des 17. Juni in Berlin sein 30-jähriges Bestehen - kostenlos, draußen und für die ganze Familie. Gleichzeitig blickt die GRÜNE LIGA auf 35 Jahre Engagement für Umwelt- und Naturschutz zurück.
Aus diesem Anlass gestaltet das Netzwerk der GRÜNEN LIGA ein Zelt der Vielfalt, in dem wir die Arbeit unserer Mitgliedsgruppen spielerisch und interaktiv vorstellen. Vom Apfelsaft von Thüringer Streuobstwiesen über die Tour de Natur nach Belgien bis zum bedrohten Waldgrundstück am Lausitzer Tagebau ist so einiges dabei. Wir freuen uns auf Euch - von 11 bis 18 Uhr am Brandenburger Tor!
Die Pläne für den großflächigen Lithiumabbau im Osterzgebirge sorgen für viel Kritik. Bürgerinitiativen aus Zinnwald, Bärenstein und Liebenau sowie die GRÜNE LIGA haben die Vormachbarkeitsstudie des Bergbauunternehmens Zinnwald Lithium GmbH genau geprüft. Das Fazit ihres Plausibilitäts-Checks: Die Studie ist nicht überzeugend.
Die GRÜNE LIGA fordert gemeinsam mit 40 weiteren zivilgesellschaftlichen Organisationen die SPD-Vorsitzenden Saskia Esken und Lars Klingbeil auf, das Informationsfreiheitsgesetz (IFG) und das Umweltinformationsgesetz (UIG) zu verteidigen.
Die von der CDU/CSU geplante Abschaffung des Informationsfreiheitsgesetzes und die „Verschlankung“ des Umweltinformationsgesetzes würden die Demokratie gefährden. Die Gesetze sichern Transparenz, stärken das Vertrauen in den Staat und ermöglichen Bürgerbeteiligung. Wenn wir als Umweltverband unsere Stimme für die Natur erheben, ist die Beteiligung einer informierten Öffentlichkeit von zentraler Bedeutung.