Mit zwei Aktionen haben deutsche und europäische Umwelt- und Verbraucherschutzverbände die Politik zum Handeln gegen Chemikalien aufgefordert, die wie Hormone wirken. In einem offenen Brief haben die Verbände zu mehr Engagement aufgefordert, um die Belastungen von Menschen und Umwelt durch hormonell wirksame Chemikalien zu verringern. BürgerInnen haben zudem die Möglichkeit, sich mit der Kampagne „Stoppt hormonell wirksame Chemikalien“ an einer aktuellen Konsultation der EU-Kommission zu beteiligen.
Die Bilanz der Agrarpolitik der letzten Jahrzehnte ist düster: In immer mehr Tierfabriken wird der Tierschutz verletzt und gefährliche Antibiotikaresistenzen entstehen. Bauernhöfe sterben und Landschaften „vermaisen“. Mehr Pestizide lassen weltweit die Bienen sterben und die Artenvielfalt nimmt rapide ab. Die Spekulation mit Lebensmitteln und Land verschärft den Hunger in der Welt. Dafür landet immer mehr Getreide im Tank statt auf dem Teller. Der Bundesverband der GRÜNEN LIGA unterstützt die Demonstration finanziell, der Landesverband Berlin wird einen Stand betreuen, GrünligistInnen treffen sich zur Teilnahme an der Demonstration um 11.45 Uhr am Hauptbahnhofausgang Washingtonplatz.
Niemand hätte es gedacht aber gerade im UN-Jahr der Artenvielfakt revidieren die europäischen Umweltminister ihr ambitioniertes Ziel das Artensterben bis 2010 zu stoppen.
Anlässlich der Umweltratssitzung am 22.12.2009 in Brüssel haben europäische Umwelt-, Natur- und Verbraucherschutzverbände ihre Kernforderungen für ein zukünftiges europäisches Biozidrecht den Umweltministern der Mitgliedsstaaten dargelegt.