In den letzten Jahrzehnten hat die Belastung der Bevölkerung durch Lärm erheblich zugenommen. In Deutschland sind nach Berechnungen des Umweltbundesamtes rund 13 Millionen Menschen mit Geräuschpegeln belastet, die deutliche lärmbedingte Gesundheitsrisiken und zunehmende Schlafstörungen verursachen. In anderen Ländern Europas sieht es nicht besser aus. Dies hat dazu geführt, dass die EU die „Richtlinie 2002/49/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. Juni 2002 über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm“ - kurz die Umgebungslärmrichtlinie - beschlossen hat. Bei der Umsetzung der Umgebungslärmrichtlinie ist die Beteiligung der Öffentlichkeit vorgesehen. Die GRÜNE LIGA unterstützt diese Öffentlichkeitsbeteiligung. Die Unterstützung bezieht sich auf die Information und Vernetzung der an der Reduzierung des Umgebungslärms beteiligten bzw. interessierten Personen, Verbände und Initiativen. In den nachfolgenden Exkursen haben wir die Ergebnisse und Publikationen aus mehren Projekten im Zeitraum von 2007 bis 2012 zusammengefasst.
Die GRÜNE LIGA e.V. führt auf Wunsch einer BürgerInnengruppe aus Friedrichshain/Kreuzberg am 10. August einen Lärmspaziergang in Berlin durch. Weitere Interessierte können sich gern anschließen.
Die Seminarmappe zum Seminar "Umgebungslärmrichtlinie. Rechtliche Aspekte zur Umsetzung von Maßnahmen" vom 13.05.2014 in Berlin ist jetzt im Onlineshop der GRÜNEN LIGA zum Preis von 15 Euro verfügbar.
Die GRÜNE LIGA lädt zum Seminar über die „Rechtlichen Aspekte zur Umsetzung von Maßnahmen bei der Umgebungslärmrichtlinie“ ein.
Die Lärmkarten sind der Weg zu den Aktionsplänen, die nach der Umsetzung für die Betroffenen eine Lärmminderung bringen können. Dabei ist der größte Vorteil, dass das betrachtet wird, was bei den Betroffenen ankommt: die Immission. Bisher wurden die Lärmquellen, Emittenten, getrennt betrachtet, was nur bedingt geholfen hat.
Um eine nachhaltige Wirkung zu erreichen, ist es notwendig, sich jeden Emissionsschwerpunkt speziell anzuschauen. Dabei wird es individuelle Lösungen geben. Bei der Anwendung des Gießkannenprinzips können die Maßnahmen nicht die optimale Wirkung, sprich Lärmminderung, entfalten. Besser ist es, jede einzelne Maßnahme intelligent anzuwenden um maximalen Nutzen für alle Seiten daraus ziehen zu können.