Tagung Umweltverträglichkeit von Naturgipsabbau
Am 08.10.2021 laden wir zu einem transparenten Diskussionsprozess über die Umweltverträglichkeit der Gipsgewinnung in Deutschland ein
Bienen und Bauern retten!
Europäische Bürgerinitiative noch bis zum 30.09.2021 unterstützen
Gesteinsabbau
Wir vernetzen Initiativen gegen den Raubbau an oberflächennahen Rohstoffen
Braunkohle
Wir kämpfen für den rechtzeitigen Ausstieg und ein Verbot neuer Tagebaue
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Forderungskatalog zum Gesteinsabbau: Initiativen fordern vom Bundestag eine Reform des Bergrechts

Gipstagebau 5871Dreizehn Initiativen aus ganz Deutschland, die vom zunehmenden Abbau von Kies, Sand und Gips betroffen sind, fordern von der  Bundespolitik ein Moratorium für Genehmigungen neuer Abbaugebiete und eine Reform des antiquierten Bergrechts. . Mit ihrer „Erfurter Erklärung“ haben die Kritiker des Gesteinsabbaus nun einen Forderungskatalog an den dem Umwelt- und Wirtschaftsausschuss des Bundestages gesandt. Darin werden auch ambitionierte Recyclingquoten für Baustoffe und bessere Mitspracherechte in den Abbaugebieten eingefordert. Die Initiativen werden dabei von der GRÜNEN LIGA und der Bewegungsstiftung unterstützt.

„Es brodelt gewaltig an vielen Orten in Deutschland. Der industrielle Abbau von Sand, Kies, Gips und anderen Gesteinen sorgt für die Zerstörung unwiederbringlicher Natur und Landschaften auf Kosten nachfolgender Generationen“, sagt Ulrich Wieland von der Bundeskontaktstelle Gesteinsabbau des Umweltnetzwerkes GRÜNE LIGA e.V.: „Von Sachsen bis Brandenburg und Thüringen, von Baden- Württemberg bis Nordrhein-Westfalen - es gibt kaum ein Bundesland, wo Menschen nicht gegen die Interessen der Rohstoffindustrie aufbegehren. Die Bundespolitik darf vor den Protesten gegen den massiven Ausbau von Sand, Kies und Gips nicht weiter die Augen verschließen.“

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Mehr Gipsabbau durch Kohleausstieg? GRÜNE LIGA stößt transparenten Diskussionsprozess an. Einladung zur Tagung: "Bedarf an Naturgips in Deutschland"

Gipstagung am 27112020Mit dem vom Bundestag beschlossenen Kohleausstieg fällt langfristig auch REA-Gips als Nebenprodukt der Kohlekraftwerke weg. Dies wirft die Frage nach dem Bedarf und Anforderungen an die Gipsförderung auf. Die Rohstoffindustrie sieht die Antwort in einem massiven Ausbau der Naturgipsförderung. Nach ihren Vorstellungen sollen sogar Regelungen aus Naturschutzgesetzen außer Kraft gesetzt werden, um zukünftig auch in Schutzgebieten fördern zu können. Insbesondere im Südharz stehen wertvolle Naturlandschaften im Fokus der Bergbaufirmen. Rund zehn Millionen Tonnen Gips verbraucht Deutschland jedes Jahr.

Das Umweltnetzwerk GRÜNE LIGA plädiert für einen offenen Diskussionsprozess zum Bedarf an Naturgips: „Wir brauchen mehr Sachlichkeit in der Debatte. Ein Satz im Abschlussbericht der Kohlekommission darf nicht als Freibrief zum Abbaggern ganzer Landstriche missverstanden werden“, mahnt der Bundesvorsitzende der GRÜNEN LIGA René Schuster. Die Kohlekommission empfahl in ihrem Abschlussbericht vom Januar 2019, den „fortschreitenden Wegfall an REA-Gips durch eine zusätzliche umweltverträgliche Gewinnung von Naturgips auszugleichen“. Schuster, der selbst als fachlicher Berater („Sherpa“) in der Kommission saß, weist auf fehlende fachliche Auseinandersetzung während der halbjährigen Arbeit am Kohleausstieg hin: „Die Kohlekommission hat sich gar nicht mit dem Bedarf an Gips beschäftigt. Der Kommissionsbericht übernahm diese Aussage aus einem Papier der Gipsindustrie , ohne dass jemals darüber diskutiert wurde.“. Die Bundesregierung hat nach eigener Aussage keinerlei Informationen über den künftigen Bedarf an Gips, wie eine parlamentarische Anfrage im Deutschen Bundestag vom August 2020 zeigte „Ohne eine unabhängige Prüfung des Bedarfes, der Alternativen und verstärktes Recycling darf es keine vorschnellen Entscheidungen zur Förderung von Naturgips geben“, fordert Schuster.

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„Erfurter Erklärung“ verabschiedet: Initiativen aus ganz Deutschland legen Forderungskatalog zur Eindämmung des industriellen Abbaus von Sand, Kies und Gips vor

Initiativen in Erfurt Gesteinsabbau***Aktuelle info***:
Erfurter Erklärung mittlerweile von 14 Bürger*inneninitiativen und Vereinen unterzeichnet! Die Bürgerinitiative "Schutz statt Schutt - Gegen eine Deponie in Luggendorf“ ist nun Teil der 14 Unterzeichner*innen.

Am Samstag 29.08.2020 trafen sich erstmalig Initiativen, die sich kritisch mit dem immer stärker voranschreitenden Abbau von Kies, Sand und Gips engagieren. Auf Einladung des Umweltnetzwerkes GRÜNE LIGA e.V. mit Unterstützung der Bewegungsstiftung kamen Bürgerinitiativen aus Baden Württemberg, Brandenburg, Sachsen und Thüringen in Erfurt zusammen. Nach einem über fünfstündigen Austausch verabschiedeten die Vertreter*innen gemeinsam eine „Erfurter Erklärung“ mit einem Forderungskatalog auf Bundesebene. Die Kritiker*innen fordern vor allem eine Reform des Bergrechts, um mehr Mitsprache und Schutz der Umwelt zu gewährleisten. Dazu sollen weiter Recyclingquoten in der Bauwirtschaft eingeführt werden, wie auch eine bundesweit einheitliche Steuer auf alle geförderten Gesteine geschaffen werden. Weiterhin braucht es ein Förderprogramm zur Entwicklung nachwachsender und alternativer Baustoffe. Bis die Forderungen umgesetzt sind, soll ein Moratorium verhängt werden. Es dürfen nur in Ausnahmefällen Genehmigungen für neue Abbaugebiete erteilt werden, fordern die Initiativen.

 

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Die Bewegungsstiftung unterstützt die GRÜNE LIGA

gesteinsabbau 1500pxDie Bewegungsstiftung unterstützt die Grüne Liga, die die Öffentlichkeit über die zerstörerischen Folgen des Kies- und Gesteinsabbaus informieren und die Politik zum Handeln bewegen will, mit rund 9.000 Euro Starthilfe-Förderung.

Die Grüne Liga vernetzt seit fast 30 Jahren viele von Kies- oder Gesteinsabbau betroffene Initiativen und will nun ihre Arbeit intensivieren, um in der Bundespolitik mehr Gehör zu finden.

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Termine

Ökomarkt am Kollwitzplatz
30 September 2021
12:00 - 19:00
Kollwitzplatz, Berlin
RepairCafé (Dresden und) Freital
30 September 2021
17:00 - 20:00
Online
Flussfilmfest in Leipzig
30 September 2021
19:00 - 22:00
UT Connewitz Wolfgang-Heinze-Str. 12a Leipzig
Das 4. Internationale Leipziger Auenökologiesymposium
06 Oktober 2021
Alte Börse, Naschmarkt 2, 04109 Leipzig

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