Die heutige Verhandlung vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig über einen Bauabschnitt der Autobahn 44 nutzte das Netzwerk „Solidarische Mobilität“ für eine Aktion: AktivistInnen verschiedener Bürgerinitiativen aus ganz Deutschland gegen Fernstraßenbau demonstrierten am Vormittag mit Transparenten vor dem Gericht für den Stopp weiterer Fernstraßenprojekte in Deutschland.
Die euröpäische Bürgerinitiative "30km/h – macht die Straßen lebenswert!" kämpft für eine flächendeckende Tempo- 30-Regelung innerhalb von europäischen Stadtgebieten und Dörfern.
Die öffentliche Vorstellung seines „Handbuchs für eine gute Bürgerbeteiligung“ an großen Verkehrsprojekten nutzte das „Netzwerk Solidarische Mobilität“ für eine Aktion: Weil das Handbuch gar nichts an der Planungspraxis ändere, demonstrierten AktivistInnen heute Vormittag vor dem Bundesverkehrsministerium in Berlin, wie die Straßenbaubürokraten alle Eingaben und Alternativvorschläge der Bürger und Umweltverbände zerrissen und in den Papierkorb warfen. Bürgerbeteiligung ohne Rechtsanspruch auf Transparenz und Mitwirkung sei eine Pseudobeteiligung, eine Farce.
Vom 12. bis 14. Oktober 2012 fand der erste Ratschlag des Netzwerks Solidarische Mobilität statt. Über 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland kamen in Berlin zusammen, um Ideen für eine umweltverträgliche, eine solidarische, eine intelligente Mobilität zu entwickeln.
Seit August ist die GRÜNE LIGA e.V. Träger des kürzlich gegründeten Netzwerks Solidarische Mobilität. Das Netzwerk hat sich einen Wechsel in der Verkehrspolitik zum Ziel gesetzt.