Bundestagsabgeordnete aus drei Fraktionen, zwei Bürgermeister aus der Lausitzer Kohleregion und der Umweltverband GRÜNE LIGA fordern heute in einem Schreiben an alle schwedischen Reichstagsfraktionen, die Braunkohleförderung des schwedischen Staatskonzerns Vattenfall geordnet auslaufen zu lassen.
Bundesregierung muss ihren Kurs korrigieren. Die GRÜNE LIGA e.V. fordert, keine Endlagerung von Kohlendioxid auf dem Hoheitsgebiet der Bundesrepublik Deutschland zuzulassen.
Auch künftige Braunkohletagebaue werden nach Ansicht der brandenburgischen Bergbehörde weniger als 300 Meter Abstand zu Siedlungen einhalten. In einem Brief an die Behörde stellte die GRÜNE LIGA klar, dass die verbindliche Festlegung größerer Abstände durch die Landesplanung möglich und notwendig ist.
Die GRÜNE LIGA fordert die Cottbuser Stadtspitze auf, eine von Vattenfall unabhängige Politik zu beginnen, um den Fortbestand von Bibliothek, Konservatorium und weiteren Einrichtungen nicht zu gefährden. Gewinnmaximierung darf nicht auf Kosten der Lausitz betrieben werden.
Nach Gesprächen mit Betroffenen und der GRÜNEN LIGA zum Thema Braunkohle in der Lausitz äußern sich Parlamentarier kritisch und erwarten mit der Fusion Preissteigerungen und Arbeitsplatzverluste.