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EON setzt weiter auf Atomkraft: Expansion ins Ausland statt erneuerbar im Inland

Deutschlands größter Energiekonzern EON plant seine Geschäfte mit der Atomenergie im Ausland auszuweiten. Das Aktionsbündnis „Atomausstieg selber machen“ ruft EON-Kunden daher auf, dem Großkonzern zu kündigen.

Pressemitteilung vom 04. Mai 2012

EON setzt weiter auf Atomkraft:
Expansion ins Ausland statt erneuerbar im Inland

Essen/ Berlin, 04. Mai 2012 - Anstatt in Deutschland intensiv in den Ausbau erneuerbarer Energien zu investieren, plant Deutschlands größter Energiekonzern EON, seine Geschäfte im Ausland auszuweiten. Dies gab das Unternehmen auf seiner Aktionärsversammlung in Essen bekannt. Das Aktionsbündnis „Atomausstieg selber machen“ ruft EON-Kunden daher auf, dem Großkonzern zu kündigen.

„EON hätte das Abschalten von vier seiner Atomkraftwerke als Chance nutzen können, sein Geschäftsmodell anzupassen und endlich auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien aufzuholen“, hält Melanie Ball vom Aktionsbündnis „Atomausstieg selber machen“ fest. Bisher erzeugt EON seinen Strom im Inland zu weniger als zehn Prozent aus erneuerbaren Energien. Rechne man alte Wasserkraftwerke heraus und betrachte nur Erneuerbare-Energien-Anlagen, die in den letzten sechs Jahren neu errichtet wurden, sei der Beitrag EONs zur Energiewende „geradezu erbärmlich“, so Melanie Ball weiter.

„In seinem öffentlichen Auftreten vermittelt EON gern den Eindruck, erneuerbare Energien spielten in der Konzernentwicklung eine wichtige Rolle“, kritisiert Melanie Ball von „Atomausstieg selber machen" die Imagekampagne: De facto macht EON in Deutschland das Hauptgeschäft nach wie vor mit Atomkraft und fossilen Energieträgern. In einem finnischen Naturschutzgebiet treibt der Konzern aktuell den Bau eines neuen Atomkraftwerks voran. Auch nach Brasilien, Indien und in die Türkei will der Großkonzern expandieren - in den aufstrebenden Ländern sind zahlreiche neue konventionelle Kraftwerke geplant.

Wenn EON in den vergangenen Jahren Erneuerbare-Energien-Anlagen errichtete, dann vorwiegend in den USA, Großbritannien und Dänemark. „Das lässt sich ganz einfach erklären“, verrät Melanie Ball. „EON will nicht von seinen gewohnten Großstrukturen Abstand nehmen. Deshalb investiert der Konzern höchstens in Windparks auf See oder Solarparks im Süden. Die dezentrale Energiewende, die in Deutschland längst von den Bürgern in Gang gesetzt wurde, ist EON nicht gewinnträchtig genug.“

„Atomausstieg selber machen“ empfiehlt EON-Kunden den Wechsel zu einem der bundesweiten Ökostromanbieter EWS Schönau, Greenpeace Energy, Lichtblick oder Naturstrom. Diese Unternehmen engagieren sich seit über zehn Jahren für die Energiewende und sind bekannt für ihre Kundenfreundlichkeit. Informationen und Hilfestellungen erhalten Interessierte unter www.atomausstieg-selber-machen.de oder bei der kostenlosen Hotline 0800 7626852. „Atomausstieg selber machen“ ist ein Bündnis aus Umweltorganisationen, Verbraucherschutzverbänden und Anti-Atom-Initiativen.
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Kontakt zum Bündnis „Atomausstieg selber machen“:
Melanie Ball
Fon: (030) 29 77 32-87
Fax: (030) 29 77 32-80
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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