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Petition des European Environmental Bureau

Das EEB hat über die Website WeMove.EU eine Petition ins Leben gerufen, die Bürger*innen die Möglichkeit gibt, sich an der Realisierung einer nachhaltigen Vision zu beteiligen. Mit dieser will das EEB erreichen, dass eine Sonderkommission im EU-Parlament eingerichtet wird, die sich mit Perspektiven für eine Zeit nach dem Wirtschaftswachstum beschäftigt und das Wachstum als übergeordnetes politisches Streben in Frage stellt. Außerdem soll die EU die Wirtschaftspolitik nicht nach dem BIP bewerten, sondern viel mehr hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf den Menschen, die Gesellschaft und die Umwelt. Ein Stabilitäts- und Wohlstandspaket soll entwickelt werden, welches sowohl die Grundbedürfnisse aller Bürger*innen sicherstellen, als auch den Ressourcenverbrauch und die Abfallemissionen reduzieren kann. Zuletzt fordert das EEB ein Ministerium für wirtschaftliche Transformation in jedem Mitgliedsstaat zu etablieren.

Vor Kurzem trafen sich Mitglieder verschiedener Fraktionen des europäischen Parlaments, Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen zu einer wegweisenden Konferenz in Brüssel, wo sie die Möglichkeiten der Postwachstumsökonomie in Europa evaluiert haben. In den letzten Jahrzehnten galt das Wachstum des Bruttoinlandprodukts als übergeordnetes wirtschaftliches Ziel. Doch je mehr unsere Wirtschaft wächst, desto mehr steigt auch der negative Einfluss, den wir auf unsere Umwelt ausüben. Heutzutage kann die korrekte Antwort auf gesellschaftliche Probleme nicht "mehr Wachstum" sein, sondern eine faire Verteilung des Reichtums, über welchen wir bereits verfügen.

Nach diesem Verständnis bildete sich in der Zivilgesellschaft und Wissenschaft eine Postwachstums-Bewegung. Seit 2008 konnten sich Tausende Teilnehmende auf sogenannten Degrowth-Koferenzen über die Visionen und Ansätze des Postwachstumsgedanken informieren. Eine globale Initiative namens Wellbeing Economies Alliance (oder WE-All), stellt Verbindungen zwischen den Bewegungen her, während ein europäisches Forschungsnetzwerk neue ökologische makroökonomische Modelle entwickelt hat. Diese Arbeit beweist, dass ein allgemeiner Wille vorhanden ist, die Lebensqualität zu verbessern, unsere Mitwelt wiederherzustellen, Ungleichheit zu reduzieren und sinnvolle, erfüllende Arbeit zur Verfügung zu stellen – ohne wirtschaftliches Wachstum.
Vorgeschlagene Änderungen dieser Bewegung sind unter anderem die Begrenzung des Ressourcenabbaus, eine progressive Besteuerung, eine schrittweise Reduzierung der Arbeitszeiten, die Einführung eines Grund- und Maximaleinkommens und das Nutzen neuer Technologien zur Verbesserung der Lebensqualität und Verkürzung der Arbeitszeiten, anstatt der Entlassung der Arbeitenden.

Link zur deutschen Petition:

https://you.wemove.eu/campaigns/europa-es-ist-zeit-die-abh-ngigkeit-vom-wirtschaftswachstum-zu-beenden

Link zur englischen Petition:

https://you.wemove.eu/campaigns/europe-it-s-time-to-end-the-growth-dependency

 

Termine

"Wir haben es satt" - Demo in Berlin
18 Januar 2020
12:00 - 17:00
Auftakt am Brandenburger Tor, Berlin
FlussFilm beim Soup´n´Talk
18 Januar 2020
16:00 - 19:00
Heinrich Böll Stiftung – Schumann Straße 8, 10117 Berlin
FlussFilmFest in Berlin (Kino Moviemento)
19 Januar 2020
18:00 - 23:00
Kino Moviemento – Kottbusser Damm 22, 10967 Berlin.
30. Jubiläum der GRÜNEN LIGA in Berlin
07 Februar 2020
18:00 - 23:00

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