Was als Wohnraum für rund 300 Menschen begann, endete mit dem Abrissbagger. In der Habersathstraße 40-48 in Berlin-Mitte steht das ehemalige Schwesternwohnheim der Charité, das nun der Immobilienspekulation zum Opfer fällt. Die Eigentümerin Arcadia Estates möchte das Gebäude abreißen und neu bauen, obwohl das Gebäude bewohnt wird und keine besonderen Mängel aufweist.
Während die Bevölkerung Deutschlands seit 1950 um ca. 20 Prozent gewachsen ist, hat sich der Wohnungsbestand um 173 Prozent vergrößert. Nichtsdestotrotz gelten Wohnungen vielerorts als Mangelware. Offensichtlich ist der Wohnraum ungünstig verteilt.
Gerade ältere Menschen wohnen oft auf mehr Wohnfläche als sie tatsächlich nutzen. Viele wollen ihre Wohnsituation verändern, scheitern aber an den komplexen Voraussetzungen. Das gilt sowohl für Personen, die Veränderungen innerhalb ihrer Wohnung umsetzen möchten, als auch solche, die umziehen wollen.
Es stellt sich folglich die Frage wie Bürger*innen dabei unterstützt werden können, Wohnraum im Bestand zu schaffen. Dieser Weg kann eine Alternative zu teurem, ressourcenintensivem Neubau darstellen. Außerdem bietet er die Möglichkeit zur Schaffung von gemeinschaftlichem und altersgerechtem Wohnraum.
Du möchtest Dein Einfamilienhaus teilen bzw. eine Einliegerwohnung schaffen? Schwebt Dir eine gemeinschaftliche Nutzung vor? Eine Webinarreihe der GRÜNEN LIGA in Kooperation mit dem Verband Wohneigentum bot Einblicke in die vielfältigen Möglichkeiten, das eigene Haus mit zusätzlichen Menschen zu bewohnen.
Gemeinschaftliche Wohnformen haben am 13. November 2024 den Anfang der Reihe gemacht.
Jede Minute wird in Europa ein Gebäude abgerissen. Deshalb unterstützt die GRÜNE LIGA die Europäische Bürgerinitiative HouseEurope!. In den nächsten Monaten sollen EU-weit über eine Million Unterschriften gesammelt werden. Gelingt das, ist die EU-Kommission verpflichtet, ein Gesetzgebungsverfahren einzuleiten, welches nachhaltiges (Um-)Bauen zur Norm macht.