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Internationaler Tag der Flüsse: Spree besser schützen

GRÜNE LIGA fordert verbindliche Zusagen im Koalitionsvertrag

Spree in Berlin (c) wal_172619 / PixabayBerlin, 27.09.2026. Heute rückt der Internationale Tag der Flüsse die Bedeutung lebendiger Gewässer in den Mittelpunkt. Die GRÜNE LIGA lädt aus diesem Anlass zu einem Aktionstag in die Rummelsburger Bucht ein. Stellvertretend für die vielen Berliner Fließgewässer steht die Spree im Fokus: als Lebensraum, Erholungsort und Trinkwasserquelle für die Berliner*innen. Doch Wassermangel, Schadstoffeinträge und immer stärker verbaute Ufer setzen dem Fluss zu.

„Die nächste Berliner Koalition muss den Schutz der Spree zu einer festen Aufgabe machen. Ihre Ufer brauchen wieder mehr Raum für Natur, für Schilf und für lebendige Flachwasserzonen. Statt immer mehr Stahl und Beton braucht Berlin grüne und zugängliche Ufer“, sagt Michael Bender, Leiter der Bundeskontaktstelle Wasser der GRÜNEN LIGA.

Mit Blick auf die Bildung einer neuen Berliner Landesregierung fordert die GRÜNE LIGA, den Schutz und die Renaturierung der Berliner Gewässer verbindlich im künftigen Koalitionsvertrag zu verankern. Der Handlungsdruck ist groß: Der Schilfgürtel am Müggelsee ist stark zurückgegangen. Für Uferbefestigungen zwischen Schleuse Charlottenburg und Humboldthafen sind rund 400 Millionen Euro vorgesehen. Ökologische Aufwertungen sind dort bislang jedoch nur punktuell geplant.

Die GRÜNE LIGA fordert zudem eigene Rechte für die Spree. Bis Ende 2027 soll geprüft werden, wie diese verankert werden können. Denkbar sind Regelungen in der Verfassung, im Gesetz oder ein eigenes Klagerecht. Ein Gremium aus Wissenschaft, Verbänden und Anwohnenden soll bei Vorhaben an der Spree angehört werden.

Auch die Berliner Ufer brauchen besseren Schutz. Uferrandstreifen sollen gesetzlich gesichert, weitere Versiegelung verhindert und geplante Flachwasserzonen endlich angelegt werden. Für die Sanierung des Rummelsburger Sees fordert die GRÜNE LIGA die vollständige Finanzierung aller noch offenen Abschnitte im Doppelhaushalt 2027/28. Nach der Sanierung sollen neue Flachwasserzonen und Röhricht entstehen.

Der Aktionstag findet von 11 bis 15 Uhr auf der Liegewiese am Rummelsburger Ufer (Charlotte-Salomon-Hain 14, 10317 Berlin) statt. Um 12 Uhr lädt ein Gewässerökologe zu einem Uferspaziergang entlang der Spree ein. Um 14 Uhr werden die Forderungen für eine gerechte Wasserzukunft vorgestellt und diskutiert, die die Wasservernetzung Brandenburg-Berlin erarbeitet hat. Den ganzen Tag über können Besucher*innen an den flussBOTSCHAFTEN teilnehmen, ihre Wünsche für die Gewässer der Region hinterlassen und mit beteiligten Organisationen ins Gespräch kommen.

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