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GRÜNE LIGA fordert ein Verbot aller Neonikotinoide

EU Mitgliedsstaaten entscheiden am Freitag über Verbot von Insektengiften

Der Umweltverband GRÜNE LIGA appelliert an Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) am Freitag im ständigen EU-Ausschuss für Pflanzenschutzmittel für ein Verbot der drei gefährlichsten Neonikotinoide zu stimmen.
„Imidachloprid, Clothianidin und Thiamethoxam zählen zu den gefährlichsten Insektenbekämpfungsmitteln. Diese sind wesentlich für das Insektensterben mit verantwortlich. Die GRÜNE LIGA fordert ein Verbot aller Neonikotinoide.“ erkärt Tomas Brückmann, Pestizidexperte der GRÜNEN LIGA.


Frankreich hat sich bereits für ein Verbot der Neonikotinoide ab 1. September 2019 entschieden.
Neonikotinoide sind eine Stoffklasse von Insektiziden, die seit 1991 im Feldversuch und jetzt flächendeckend verwendet werden. Sie weisen eine außergewöhnlich hohe Giftigkeit auf. Der Wirkstoff Clothianidin zum Beispiel ist 7000 mal toxischer für die Honigbiene als DDT. Auch eine mehrfache Ausbringung von Neonikotionoiden in nicht tödlichen Dosen hat Folgen: Sie kann bei Bienen zu Verhaltensstörungen führen, wie Flug- und Navigationsprobleme, Beeinträchtigung des Erinnerns und Lernens, reduzierte Fähigkeiten zur Nahrungssuche sowie eine Reduktion des Fortpflanzungserfolges.
Der entomologische Verein Krefeld hat mit Unterstützung von Wissenschaftlern der Radboud Universität (Niederlande) festgestellt, dass seit den 90er-Jahren die Biomasse der Fluginsekten je nach Artengruppe zwischen 76 bis 81 Prozent abgenommen hat. Durch die große Anzahl der untersuchten Standorte und Lebensräume kann die Studie als repräsentativ für ganz Deutschland erachtet werden.

Ansprechpartner:
Rückfragen zum Thema Neonikotinoide beantwortet Ihnen gern unser Pestizidexperte, Dipl. Biologe Tomas Brückmann. Sie erreichen ihn per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter 0176/43140764.

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