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Umdenken der LEAG muss beim Tagebau Nochten weitergehen

 

Tagebau Nochten Cottbus/Welzow, 23.01.2026. Das Umweltnetzwerk GRÜNE LIGA bezeichnet die vom Kohlekonzern LEAG verkündete Verkleinerung des Tagebaues Welzow-Süd als überfällig und fordert für ein klimagerechtes Auslaufen des Braunkohleabbaus entsprechende Änderungen auch beim Tagebau Nochten in Sachsen.

„Die Unwirtschaftlichkeit des „Restfeldes“ in Welzow war seit Jahren offensichtlich. Die LEAG hat hier die betroffenen Anwohner über Jahre hingehalten und die nötige Änderung des Braunkohlenplans bewusst verzögert.“ sagt René Schuster, Vertreter der Umweltverbände im Braunkohlenausschuss des Landes Brandenburg.

Schuster weiter: „Bei den Abbaugrenzen der Tagebaue Welzow-Süd und Reichwalde hat sich die LEAG nun offensichtlich von ihrem sogenannten Revierkonzept aus dem Jahr 2021 verabschiedet. Absurderweise verkleinert sie damit zuerst genehmigte Tagebaue, während sie im Tagebau Nochten private Waldeigentümer enteignen ließ und mit dem Teilfeld Mühlrose sogar ein zusätzliches Abbaufeld beantragt. Das Umdenken muss beim Tagebau Nochten weitergehen, um Klima- und Tagebaufolgeschäden in Grenzen zu halten.“

Die GRÜNE LIGA hat bereits im August 2025 in ihrer Stellungnahme zum „Teilfeld Mühlrose“ im Detail vorgerechnet: „Bereits bei moderaten Änderungen gegenüber der LEAG-Einsatzplanung und unter Beachtung der verschiedenen Kohlequalitäten ist weder ein Abbau des Teilfeldes Mühlrose noch des siedlungsnahen „Restfeldes“ im Tagebau Welzow-Süd und auch keine Verlegung der Lausitzbahn für den Tagebau Reichwalde energiepolitisch notwendig. Es verbleibt sogar Spielraum zur weiteren Verkleinerung des Tagebaues Nochten um 31 Mio. t Kohlevorrat.“

Hintergrund

Das Restfeld des Tagebaues Welzow-Süd I ist der Bereich nahe der Ortslage Proschim-Karlsfeld, der wegen seiner Kleinräumigkeit nicht mehr mit der Förderbrücke abgebaut werden kann, sondern nur in der weniger wirtschaftlichen Bagger-Band-Technologie. Hier wäre die Grubenkante sehr nah an bewohnete Grundstücke herangerückt. Zudem wären die Haidemühler Teiche und die kürzeste Straßenverbindung nach Spremberg überbaggert. Eine Verschonung dieses Bereiches hatten mehrere Stadtverordnete von Welzow bereits 2021 in einem Brief an den Braunkohlenausschuss gefordert.

Bereits im Januar diesen Jahres hat die LEAG die Verkleinerung des Tagebaues Reichwalde (Sachsen) bekanntgegeben, durch die das Unternehmen insbesondere die Kosten für die Umverlegung der Lausitzbahn spart.

Sowohl für Reichwalde als auch für das Teilfeld I des Tagebaues Welzow, zu dem das „Restfeld“ gehört, lagen zugelassene Rahmenbetriebspläne vor. Dagegen ist für die Erweiterung des Tagebaues Nochten ein Rahmenbetriebsplan erst beantragt. Im Sommer 2025 fand dazu die Anhörung der Öffentlichkeit statt.

Links

RBB zur Verkleinerung des Tagebaues Welzow-Süd

Stellungnahme zum Teilfeld Mühlrose vom August 2025

Brief von drei Welzower Stadtverordneten an den Braunkohlenausschuss vom April 2021

Pressemitteilung der Umweltgruppe Cottbus zur Verkleinerung des Tagebaues Reichwalde

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