Am Sonntag, 7. Juni 2026, von 11 bis 18 Uhr verwandeln sich der Platz des 18. März vor dem Brandenburger Tor und die Straße des 17. Juni in eine lebendige Bühne für lebenswerte Zukünfte, gute Vorbilder und die Kraft von gemeinschaftlicher Veränderung. Das Umweltfestival 2026 lädt alle Berliner*innen und Gäst*innen der Stadt ein, sich unter dem Motto „Boden – Du stehst drauf!“ über die beeindruckende Welt unter unseren Füßen zu informieren und für den Schutz und die Wertschätzung unserer Böden aktiv zu werden. Der Eintritt ist frei.
Böden sind Lebensraum, Wasserspeicher, Klimaschützer und Grundlage unserer Ernährung – und doch werden sie oft unterschätzt. Das Umweltfestival 2026 rückt diese unverzichtbare Ressource und den zukunftsfähigen Umgang mit ihr in den Mittelpunkt. Diskussionsrunden eröffnen Räume für die Auseinandersetzung mit Praktiker*innen, Wissenschaftler*innen, Umwelt-Engagierten und Bürger*innen, um unseren Umgang mit Boden aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten. Das Umweltfestival zeigt auf, wie wichtig Böden für unser Ökosystem sind, und lädt dazu ein, Wissen zu teilen, neue Perspektiven zu gewinnen und gemeinsam Verantwortung zu übernehmen.
Geboten wird darüber hinaus an über 230 Ständen ein vielfältiges Programm aus Workshops, Beratungen, Ausstellungen und Mitmachaktionen zu vielfältigen Umwelt-, Natur- und Nachhaltigkeitsthemen sowie zum Motto „Boden – Du stehst drauf“.
„Wir wissen, dass wir die großen Herausforderungen unserer Zeit nur gemeinsam lösen können. Mit dem Umweltfestival wollen wir einen Beitrag dazu leisten, indem wir das Engagement der zahlreichen Aktiven, ihre innovativen Lösungen und kooperativen Ansätze sichtbar machen und vernetzen. Wir, die GRÜNE LIGA Berlin, organisieren dieses jährliche Zusammenkommen und bedanken uns bei allen Ausstellenden, Helfenden, Expert*innen und Unterstützenden, die dieses einmalige Fest für Umwelt- und Naturschutz mit Leben füllen. Das Umweltfestival will Hoffnung stiften und einen Weg in eine weiterhin lebenswerte Zukunft aufzeigen – es ist eine überwältigende Gemeinschaftsleistung“
erläutert Susanne Dittmar ihre Motivation als Projektleiterin des Umweltfestival.
Das Umweltfestival 2026 bietet für jede Altersgruppe spannende Einblicke in Umwelt- und Naturschutzarbeit, innovative Zukunftsprojekte, Engagementmöglichkeiten und Menschen- und Tierschutzaktivitäten sowie Mitmach-Aktionen und Austauschgelegenheiten. Ob durch Vor-Ort-Erlebnisse, spontane Dialoge, Anmeldung zu praktischen Umweltschutzaktivitäten, Vernetzung mit Vereinen und Projekten, wissenschaftliche Fachgespräche oder kreative Aktionen – hier wird jede*r eingebunden und Nachhaltigkeit lebendig.
Im Fokus steht die Bedeutung von Böden und nachhaltiger Landnutzung. So informiert die Aktion Agrar über geopolitische Zusammenhänge und macht die Bedeutung der Weidehaltung anschaulich.
Die BioBoden Genossenschaft stellt ihr Konzept der gemeinschaftlichen Landsicherung vor, das eine ökologische und gemeinwohlorientierte Landwirtschaft fördert. Die Berliner Stadtgüter GmbH beleuchtet das Thema Boden umfassend und vermittelt Wissen zu regionaler Landwirtschaft, Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, erneuerbaren Energien sowie Vermietung, Verpachtung und Naturschutz.
Dass „sozial“ und „ökologisch“ gemeinsam gedacht werden müssen, veranschaulicht die Arbeit der Stiftung Trias. Sie fördert gemeinschaftliche Wohnprojekte durch Bildung, Netzwerke und Beratung – etwa mit ihrem Programm „Haus in gute Hände“, das sich für die Umverteilung und nachhaltige Nutzung von Boden einsetzt. Interessierte sind herzlich eingeladen, mehr über diese innovativen Wohnkonzepte zu erfahren und Teil einer Bewegung zu werden, die ökologische und soziale Verantwortung verbindet.
Praktische Nachhaltigkeit wird im Repair-Café des Kreisler e.V. erlebbar. Hier reparieren ehrenamtliche Helfer*innen kaputte Alltagsgegenstände wie Elektronik, Textilien oder Haushaltsgeräte. Besuchende lernen, wie einfach Ressourcen geschont werden können, und nehmen nicht nur funktionsfähige Gegenstände, sondern auch ein Stück mehr Nachhaltigkeitsbewusstsein mit nach Hause.
Vor Ort aktiv werden kann man bei der Cleanup-Aktion „Alles im Fluss“, bei der gemeinsam der Tiergarten von Müll befreit wird. Diese Aktion verbindet praktischen Einsatz mit Aufklärung über Themen wie Mikroplastik, Abfallvermeidung und Wertstoffkreisläufe. Sie zeigt, wie durch kleine Schritte Großes bewirkt werden kann, und macht deutlich, wie wichtig Stadtsauberkeit und Ressourcenschutz für uns alle sind.
Für die jüngste Generation bieten die Berliner Gartenarbeitsschulen die Möglichkeit, spielerisch die Natur zu entdecken. Mit Mitmachaktionen rund um Boden, Flechten und Pflanzen lernen Kinder hier ökologische Zusammenhänge kennen und entwickeln dabei eine tiefe Wertschätzung für die Umwelt.
Die 50. Fahrrad-Sternfahrt des ADFC Berlin steht ganz im Zeichen von Gemeinschaft und Nachhaltigkeit. Seit 31 Jahren endet diese traditionsreiche Radtour auf dem Umweltfestival und bringt Menschen zusammen, die sich für umweltfreundliche Mobilität begeistern. Besuchende können sich über Verkehrssicherheit für Radfahrende informieren, an Mitmachaktionen teilnehmen und die Freude am gemeinsamen Radfahren in der Stadt erleben.