Zur Agrarministerkonferenz am 18. bis 20. März 2026 haben mehrere Bundesländer eine Beschlussvorlage eingebracht, die eine faktische Abschaffung des Förderprogramms „KlimaWildnis“ im Rahmen des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK) zur Folge hätte.
Die vorgebrachten Argumente gegen nutzungsfreie Wälder sind allerdings sachlich falsch. Wir sind vom Gegenteil überzeugt: Naturwälder haben eine sehr hohe Bedeutung für das Erreichen der Klimaziele. Die GRÜNE LIGA hat sich deswegen gemeinsam mit vielen anderen Umweltverbänden an Bundesagrarminister Alois Rainer gewandt.
Die gesellschaftlichen Ansprüche an den Wald in Deutschland vertragen und erfordern ein Nebeneinander unterschiedlicher Ziele. Die bestehende Förderung von „KlimaWildnis“ muss als Baustein für das Erreichen der Klimaziele eher ausgebaut, statt reduziert werden. Gerade in Zeiten zunehmender Unsicherheit braucht es Vielfalt im Waldmanagement. Die natürliche Waldentwicklung – ob klein- oder großflächig, ob segregativ oder in bewirtschaftete Wälder integriert – ist hierbei ein zentraler Baustein, der einer konsequenten Unterstützung bedarf. Zur Minderung von Risiken, für die Wissenschaft und nicht zuletzt auch für intakte natürliche Waldökosysteme.