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Bundesregierung verharmlost die Gefahren des Einsatzes von Pestiziden für Mensch und Natur

TraktorBerlin, 21.01.2026. Die GRÜNE LIGA fordert zur Internationalen Grünen Woche in Berlin von der Bundesregierung eine radikale Umkehr ihrer Pestizidpolitik. Nur so können die Bürger*innen unseres Landes vor den vielseitigen Gefahren, die von den Pestiziden ausgehen, hinreichend geschützt werden. Hierbei versagt die Regierung aktuell auf verschiedenen Ebenen.

„Es hilft nicht, wenn Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer seinen Mitarbeiter*innen im Ministerium anordnet, das Wort Pestizide aus der inneramtlichen Kommunikation zu streichen und stattdessen den Begriff Pflanzenschutzmittel zu verwenden“, so Daniel Griffon, Bundesgeschäftsführung der GRÜNEN LIGA. „Dadurch verharmlost die verantwortliche Pestizidbehörde die Gefahren, die von den Pestiziden auf Mensch und Gesundheit ausgehen. Pestizide werden hergestellt, um die Existenz von Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen zu beeinträchtigen oder zu verhindern.“

Gewinnmaximierung ohne Verantwortung: Deutsche Pestizidindustrie verdient Geld mit gefährlichen Agrargiften in aller Welt

Parlamentarische Anfragen sowie Auskunftsbegehren von verschiedenen nationalen Institutionen und Verbänden über das Umweltinformationsgesetz haben erhebliche Missstände bei der Kontrolle und beim Export von gefährlichen Pestiziden ans Licht der Öffentlichkeit gebracht.

So deckte eine parlamentarische Anfrage der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen auf, dass einige deutsche Unternehmen gefährliche Pestizide, die in der EU verboten sind, tonnenweise in alle Welt verkaufen. Zu den exportierten Ackergiften gehören Präparate mit insektengefährdenden Wirkstoffen aus der Klasse der Neonikotinoide.

Hintergrund

In Deutschland und anderen europäischen Ländern sind viele gefährliche Pestizide unter strengen Auflagen amtlich zugelassen. Umso wichtiger ist es, den Einsatz dieser in die Biodiversität eingreifenden Chemikalien engmaschig zu kontrollieren. Das ist in Deutschland Aufgabe der Bundesländer.

Laut eines Auskunftsersuchens auf Basis des Umweltinformationsgesetzes der Deutschen Umwelthilfe (DUH) wird der Einsatz von gefährlichen Agrochemikalien aber kaum kontrolliert. Das erklärt, warum so viele Pestizide in Fließgewässern und im Grundwasser nachgewiesen werden.

Die Genehmigung der Wirkstoffe von Pestiziden wird auf EU-Ebene vollzogen. Sie weist aber erhebliche Schwachstellen auf. So werden ganze Artengruppen von sogenannten Nicht-Ziel-Organismen wie Fledermäuse oder adulte Amphibien in diesem aufwendigen Zulassungsprozess nicht berücksichtigt. Ebenso können Wechselwirkungen bei gleichzeitigem Einsatz mehrerer Pestizide innerhalb einer Vegetationsperiode kaum modelliert werden. Diese kombinierte Anwendung von Pestiziden stellt allerdings den Regelfall dar.

Hinzu kommt, dass die Sicherheitsfaktoren, die bei der Zulassung angesetzt werden, oft viel zu niedrig sind. Deshalb fordert das Umweltbundesamt seit Jahren eine grundlegende Überarbeitung des europäischen Zulassungsprozesses.

Weitere Informationen zur Pestizidarbeit der GRÜNEN LIGA:
https://grueneliga.de/pestizide

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