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RWE will Atomkraftwerk in Erdbebengebiet bauen

Trotz der Sicherheitsbedenken vieler Umweltverbände und des ehemaligen Leiters der bulgarischen Atomaufsicht unterstützt RWE das Projekt "Belene": den Bau eines Atomkraftwerks in einer Erdbebenregion im Norden Bulgariens. Für Atomausstieg selber machen ist dies ein weiterer Grund, für den Wechsel zu Ökostrom zu werben.

Pressemitteilung: Atomkraftwerksbau in Bulgarien, 6. Oktober 2008

RWE will Atomkraftwerk in Erdbebengebiet bauen

Umweltorganisationen fordern RWE-Kunden zum Stromwechsel auf

Am Freitag, den 3.10. hat RWE den Zuschlag als strategischer Investor für den Bau des umstrittenen Atomkraftwerkes Belene in Bulgarien erhalten. Damit soll RWE 1,275 Milliarden Euro als Eigenkapital und weitere 280 Millionen als Kredit bereitstellen. Die Gesamtkosten für das AKW, das in einem Erdbebengebiet gebaut werden soll, werden auf sieben Milliarden Euro geschätzt.

"Mit seinem Einstieg hilft RWE dem Belene-Projekt auf die Sprünge, denn die Finanzierung ist bisher die Achillesferse des Projektes", erklärt Regine Richter, Energieexpertin bei der Umweltorganisation urgewald. "Zwölf internationale Banken haben das Projekt schon abgelehnt, die Gefahren des Projektes waren ihnen zu hoch und die Proteste zu stark. Nach wie vor ist darum völlig unklar, woher das restliche Geld kommen soll." Das Atomkraftwerk geht auf eine alte Planung aus den 80er Jahren zurück. Es soll im Norden Bulgariens in einer Erdbebengegend gebaut werden und wurde in den 90er Jahren bereits wegen ökologischer und ökonomischer Bedenken zu den Akten gelegt. Als das Projekt vor wenigen Jahren von der bulgarischen Regierung wiederbelebt wurde, sprach sich der ehemalige Chef der bulgarischen Atomaufsicht, Dr. Georgui Kastchiev, gegen Belene aus. Laut Dr. Kastchiev "stellt Belene ein nicht tolerierbares Sicherheits- und Umweltrisiko dar."

"Der Einstieg in Belene offenbart RWEs Skrupellosigkeit", sagt Florian Noto, Koordinator des Bündnisses Atomausstieg selber machen. "Atomkraft ist eine Hochrisikotechnologie und hat gerade in Erbebengebieten nichts zu suchen. Wenn RWE trotzdem hier investiert, zeigt der Konzern wie wenig ihm die Sicherheit und Gesundheit europäischer Bürgerinnen und Bürger wert ist."

Das Bündnis Atomausstieg selber machen fordert deshalb Kundinnen und Kunden des Konzerns zum "Protestwechseln" auf: "Wer Nein zur Atomkraft sagt, muss jetzt auch Nein zu RWE sagen und den Stromanbieter wechseln," sagt Noto. Gute Alternativen seien die von Atomkonzernen unabhängigen Ökostromanbieter LichtBlick, Greenpeace Energy, Elektrizitätswerke Schönau und Naturstrom.

Weitere Informationen im Internet:
www.urgewald.de
www.atomausstieg-selber-machen.de

Protestbrief und Unterschriftenliste (pdf, 663 KB)

Rückfragen an:
Regine Richter, urgewald, 0170-2930725
Heffa Schücking, urgewald, 0160-96761436
Florian Noto, Atomausstieg selber machen / Deutscher Naturschutzring, 030-6781775-84, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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