Das privatisierungskritische Aktionsbündnis "Bahn für Alle" erklärt angesichts des Sicherheits-Chaos bei der Deutschen Bahn: Die Bahnreform mit der formalen Privatisierung der Bahn von 1994 ist gescheitert und muss zurückgenommen werden. Der Renditezwang gefährdet die Sicherheit und schädigt obendrein das Ansehen des Systems Schiene nachhaltig.
Zum neuerlichen Zusammenbruch des S-Bahn-Verkehrs in Berlin als Folge defekter Bremszylinder erklärt das privatisierungskritische Aktionsbündnis "Bahn für Alle", dem auch die GRÜNE LIGA angehört: Die Fahrgäste und S-Bahn-Beschäftigten in Berlin werden zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen Opfer der Börsenpläne der Deutschen Bahn AG. Darüber hinaus erleidet das Ansehen der Stadt Berlin sowie des Schienenverkehrs insgesamt einen schweren Schaden.
Durch gezielte Manipulation der öffentlichen Meinung versuchte die Bahn die Bundesregierung und den Bundestag privatisierungsfreundlich zu stimmen. "Bahn für Alle" forderte die Bundesregierung und alle Abgeordneten auf, als Konsequenz aus dem Skandal ihre Beschlüsse zur Bahnprivatisierung zurückzunehmen.
Auf der europäischen Konferenz "Nächster Halt: Bürgerbahn" tauschten Privatisierungsgegner, Gewerkschafter und Bahnfachleute aus sechs verschiedenen Ländern Argumente und Positionen aus um ein Konzept einer benutzer- und umweltfreundlichen Eisenbahn in Form der "Kölner Erklärung" zu verabschieden.
Mehdorns Spitzelaffäre war ein Teil seines Privatisierungskurses. Durch seinen Abgang ist nach "Bahn für alle" der Weg frei für eine Bahn die am Gemeinwohl ausgerichtet ist.